Video: KI-generierter Avatar und KI-Stimme von Alex Trupp · KI-Transparenz
KI-Firmen kaufen derzeit Millionen Bücher auf und vernichten sie anschließend. Was zunächst nach einer Randnotiz klingt, ist laut Gerichtsakten Teil eines gezielten Programms: Anthropic, die Firma hinter Claude, betrieb dafür ein internes Programm mit dem Namen „Project Panama". In einem internen Dokument steht laut den Akten wörtlich das Ziel, alle Bücher der Welt destruktiv zu scannen.
Der Ablauf dahinter ist mechanisch und irreversibel: Eine hydraulische Maschine trennt den Buchrücken ab, Industriescanner digitalisieren jede einzelne Seite, danach wird das physische Buch zu Altpapier. Ein US-Gericht hat dieses Vorgehen geprüft und als rechtmäßig eingestuft – mit einer klaren Begründung und einer ebenso klaren Grenze.
Der Ablauf: Vom gedruckten Buch zum Trainingsdatensatz
Der Prozess läuft in drei Schritten ab: Zunächst schneidet eine hydraulische Maschine den Buchrücken ab, damit die Seiten einzeln vorliegen. Danach digitalisieren Industriescanner jede Seite. Am Ende des Prozesses steht kein Buch mehr, sondern Altpapier – die Digitalisierung ist bewusst destruktiv angelegt, das physische Original wird nicht erhalten.
Warum ein US-Gericht das für legal erklärt hat
Ein US-Gericht hat dieses Vorgehen als rechtmäßig eingestuft. Die Begründung: Wer ein Buch legal kauft, darf es auch digitalisieren – das gilt rechtlich als reine Formatumwandlung vom Papier auf die Festplatte. Illegal wäre es dagegen, die entstandenen Scans weiterzuverkaufen. Diese Unterscheidung zieht die Grenze zwischen dem, was Anthropic laut den Gerichtsakten getan hat, und einer Urheberrechtsverletzung.
Ein neuer Markt für alte Buchtitel
Aus dem Bedarf an Trainingsdaten ist inzwischen ein eigener Markt entstanden. Zwischenhändler liefern laut Berichten bis zu eine Million Bücher pro Auftrag an KI-Firmen, häufig anonym und unter Geheimhaltung. Besonders gefragt sind Titel von vor der Einführung von ChatGPT, da sie garantiert frei von KI-generierten Texten sind.
Buchhändler berichten von nächtlichen Massenbestellungen seltener Titel. Ihre Sorge: Manche Werke könnten dauerhaft aus den Regalen verschwinden und nur noch als Trainingsdaten weiterexistieren.
Häufige Fragen
Laut Gerichtsakten der interne Name eines Programms bei Anthropic, der Firma hinter Claude, mit dem Ziel, laut einem internen Dokument „alle Bücher der Welt destruktiv zu scannen".
Ein US-Gericht hat das Vorgehen als rechtmäßig eingestuft. Wer ein Buch legal kauft, darf es digitalisieren – das gilt als reine Formatumwandlung von Papier auf Festplatte. Illegal wäre erst der Weiterverkauf der Scans.
Titel von vor ChatGPT gelten als garantiert frei von KI-generierten Texten. Zwischenhändler liefern laut Berichten bis zu eine Million Bücher pro Auftrag, oft anonym und unter Geheimhaltung, an KI-Firmen.
KI-Prozesse verstehen statt nur darüber lesen
Wie Sprachmodelle wie Claude trainiert werden und woher ihre Daten stammen, ist für Unternehmen längst keine akademische Frage mehr. Nordvind AI unterstützt Unternehmen dabei, KI-Werkzeuge nachvollziehbar und sinnvoll in bestehende Prozesse einzubinden – melden Sie sich für ein unverbindliches Gespräch.
Kostenlose Erstberatung →